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Mutter Teresa

Wofür arbeite ich? Wenn es keinen Gott gibt, kann es auch keine Seele geben. Wenn es keine Seele gibt, dann Jesus bist du auch nicht wahr!" schrieb Mutter Teresa in ihr Notizbuch.

Wie passen solche Sätze zum Bild der engagierten Missionarin, die ihre Arbeit stets als Auftrag Gottes empfunden hat? Zu dieser Frau im weißen Sari mit abgetragener Wollweste, die sich der Weltöffentlichkeit als "Dienerin ihres Herrn" präsentierte. Sind es die Hilfeschreie einer körperlich und spirituell ausgebrannten Frau, die auf diese Weise ihr "Burn-out" vor der Welt verbergen wollte oder sind es Erfahrungen, wie sie nur "mystisch begabte Christen" haben?

Ihre intimen Bekenntnisse lassen Mutter Teresa nun in einem anderen Licht erscheinen. Denn die Frau, die für ihr Leben mit den Bettlern und Sterbenden in den Slums von Kalkutta weltweit Anerkennung erfahren hat, fühlte sich innerlich einsam und leer. Mehr als 40 Jahre lebte sie im Zustand der "Dunkelheit", wie sie selbst ihre Gottferne nannte.

Ihre Lebensgeschichte erschüttert und provoziert gleichermaßen, berührt sie doch die Grundfragen der menschlichen Existenz: Warum müssen wir leiden? Und warum lässt Gott das zu? Fragen, die Mutter Teresa ein Leben lang quälten und an denen sie beinahe zerbrochen wäre. Trotzdem hat sie es nicht gewagt, sie öffentlich auszusprechen. In diesem Film werden sie gestellt.

Anlass zu diesem Portrait ist Mutter Teresas 100. Geburtstag am 26. August 2010.

Jahr: 2010
Genre: Dokumentation/Drama

Regie: Maria Magdalena Koller
Kamera: Helmut Wimmer
Drehbuch: Maria Magdalena Koller
Schnitt: Tanja Lesowsky

Sender/Auftraggeber: ORF, ZDF, ARTE
Produktion: MR-FILM

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